Am 06.11.2025 machten wir, die Klasse 10A der Achtalschule Baienfurt einen besonderen Ausflug ins Seniorenheim Baienfurt, um Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit zu befragen und mehr über ihre persönlichen Erlebnisse zu erfahren. Ziel war es, durch direkte Gespräche mit den älteren Generationen ein besseres Verständnis für das Ende des Zweiten Weltkriegs und dessen Auswirkungen auf das Leben der Menschen zu entwickeln.
Nach einer herzlichen Begrüßung im Seniorenheim wurden wir in 2er Gruppen aufgeteilt. Zu Beginn waren wir als Schüler etwas nervös und unsicher, da wir nicht wussten, wie offen die Bewohner über ihre Erlebnisse sprechen würden. Die Gespräche verliefen sehr unterschiedlich. Einige der älteren Menschen waren uns gegenüber eher verschlossen und zurückhaltend. Sie hatten Schwierigkeiten, über ihre Erlebnisse zu sprechen, da diese für sie noch immer mit starken Emotionen und schmerzhaften Erinnerungen verbunden waren. Dies machte uns bewusst, wie sehr der Zweite Weltkrieg das Leben der Menschen geprägt hat und wie schwierig es sein kann, diese traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.
Andere Zeitzeugen hingegen waren sehr offen und erzählten uns detailliert von ihren Erfahrungen der Nachkriegszeit. Besonders eindrucksvoll war es, wie lebendig und anschaulich sie ihre Geschichten schilderten. Ihre Erzählungen gaben uns einen tiefen Einblick in die persönlichen Auswirkungen des Krieges und zeigten uns, wie der Krieg nicht nur das äußere Leben, sondern auch das innere Erleben und die emotionale Welt der Menschen veränderte. Es war beeindruckend zu hören, wie die Zeitzeugen den Zusammenbruch des Nazi-Regimes erlebten und wie sie mit den Herausforderungen der Nachkriegszeit umgingen.
Nach den Gesprächen reflektierten wir innerhalb der Klasse unsere Eindrücke. Für viele von uns war es eine neue und sehr beeindruckende Erfahrung, so direkt mit Menschen zu sprechen, die diese historischen Ereignisse selbst erlebt haben. Die unterschiedlichen Reaktionen der Zeitzeugen machten uns deutlich, wie individuell die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen sein kann.
Der Ausflug wirkte in uns nach. Es wurde uns bewusst, dass Geschichte nicht nur aus Fakten besteht, sondern vor allem aus den individuellen Erinnerungen der Menschen, die sie erlebt haben. Wir bedankten uns bei den Bewohnern mit einem persönlichen Dankesbrief. Schon alleine bei der Überreichung zeigte sich, wie emotional und wertschätzend miteinander umgegangen wurde, dabei wurde die eine oder andere Träne verdrückt.
Danken möchten wir allen Bewohnern des Seniorenheims St. Barbara, sowie den Mitarbeitern. Ein ganz besonderer Dank gilt Frau Monika Birnbaum, die das Projekt vor Ort begleitet hat. Außerdem geht unser Dank auch an Frau Barbara Birnbaum und unseren Klassenlehrer Herr Dobler, die gemeinsam das Projekt initiiert haben.
Katja, Vanessa

Geschichtsprojekt: AchtalschülerInnen treffen Zeitzeugen
Achtalschule Baienfurt
Gemeinschaftsschule im nördlichen Schussental
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